Autohaus Fuhrken

Opel Jäcker

 

Walter Jäcker war in Rehme aufgewachsen, hatte eine Schlosserlehre bei der Firma Irmer & Elze gemacht und später die Meisterprüfung im Kraftfahrzeughandwerk abgelegt.

In der Werkstatt des Autohauses Fuhrken

Bildmitte: Walter Jäcker

Dies war für die damalige Zeit noch ein sehr junger Beruf und deshalb stammten sämtliche Pioniere "Rund um's Auto" aus allen möglichen Metallverarbeitenden Branchen. Er wurde danach auch Fahrlehrer und spürte, daß das Auto Zukunft hatte. Schon Ende der zwanziger Jahre fuhr er mit einem Brennabor Personenwagen zum "Wilden Schmied". Dieses war das erste Auto auf dem Wiehengebirge. Ein Photo davon hängt noch heute in dem Lokal auf dem Wiehen.

Das erste Auto auf dem Wiehen

Am Steuer Walter Jäcker

Sein Schwager, Wilhelm Grotefeld aus Eidinghausen, hatte eine kaufmännische Ausbildung bei der Möbelfabrik Oletzky & Steinmeier Bad Oeynhausen durchlaufen. Dies war die spätere Möbelfabrik Willing. Auch er spürte, nachdem sich beide, durch Walter Jäckers Heirat mit Wilhelm Grotefelds Schwester Lilly, kennen gelernt hatten, Benzin im Blut. Zusammen beschlossen sie, in einer Zeit, in der es in Deutschland stark aufwärts ging, sich mit einem eigenen Betrieb in der Automobilbranche selbstständig zu machen.

Mitarbeiter im Autohaus Fuhrken

4. von links: Hermann Meyer (Ford), oben links

neben der Zapfsäule: Karl Kütemeier, vor der Zapfsäule

links Walter Jäcker, rechts Gustav Hilgenböker (Kraftstoffe, Mineralöle)

Jäcker & Grotefeld

 

Als Walter Jäcker und sein Schwager Wilhelm Grotefeld, am 1. Januar 1932 in den Räumen des Autohauses Fuhrken an der Mindener Straße das Autohaus Jäcker & Grotefeld gründeten, konnten sie nicht wissen, mit welch Riesenschritten die Motorisierung in Deutschland voran ging. Sie ahnten aber auch nicht, dass nach dem "Großen Krieg", von dem man damals sprach, Deutschland, nur ein paar Jahre später, schon wieder, durch den 2. Weltkrieg, in ein unendliches Tief gerissen werden würde.

Das Gebäude des Autohauses Fuhrken, das heute noch unverändert zu sehen ist und in dem die beiden jungen Unternehmer begannen, Fahrzeuge zu reparieren, wurde anlässlich des 25 jährigen Betriebsjubiläums in der Bad Oeynhausener Presse als "Monumentalbau" des Autohauses Fuhrken bezeichnet.

 

Der folgende Text wurde damals anlässlich des obigen Firmenjubiläums geschrieben:

"Schon kurze Zeit nach Firmengründung bekam das junge Autohaus die Werksvertretung der Auto - Union. Das Unternehmen hatte eine gute Entwicklung und erfreute sich recht schnell eines guten Namens und eines hohen Bekanntheitsgrades.

Walter Jäcker

Wilhelm Grotefeld

Opel Regent Baujahr 1928, 5972 ccm, 110 PS

Neupreis: 21. 000 Mark

Neubau an der Mindener Straße

 

Die Sonne des Erfolges schien jedoch schon nach drei Jahren von einer finsteren Wolkenwand verhangen zu werden. Ganz plötzlich wurden dem Unternehmen die Arbeitsräume im Autohaus Fuhrken gekündigt. Das bedeutete, dass man in sechs Monaten auf der Straße stehen würde und alles Geleistete umsonst gewesen war.

Mitarbeiter im Betrieb Mindener Straße

Was nun geschah, kann man nur als glückliche Kombination unternehmerischen Weitblickes und einer guten Portion Wagemut von Walter Jäcker und Wilhelm Grotefeld bezeichnen. Trotz der damals sehr bescheidenen Finanzlage, kaufte man kurz entschlossen ein Grundstück von der Kurverwaltung an der Mindener Straße 2a, direkt gegenüber des bisherigen Firmensitzes. Dort, wo bis dahin Salinen standen, wurde sofort mit dem Bau eines, für die damalige Zeit, sehr modernen Autohauses begonnen. Am 1. 1. 1935 begannen die Bauarbeiten und am 20. Mai desselben Jahres wurde der Neubau bezogen.

Neubau Mindener Straße

Der Einzug in solch fortschrittliche Räume zahlte sich aus, denn direkt danach bekamen die beiden Jungunternehmer das Angebot der Adam Opel A.G. in Rüsselsheim, Händler für die Marke mit dem Blitz zu werden, die damals die Nummer 1 in Deutschland war.

Auch Jahre später war zu erkennen, dass Walter Jäcker und Wilhelm Grotefeld ihren Neubau für die Zukunft geplant hatten, denn auch nach dem 2. Weltkrieg blieb das Autohaus an der Mindener Straße noch viele Jahre der Betrieb in Bad Oeynhausen, der die fortschrittlichsten Ausstellungsräume für Autos hatte.

Werbeanzeige aus dem Jahre 1936

Zu den Bauarbeiten ist noch etwas zu sagen, das die finanziellen Möglichkeiten der beiden jungen Unternehmer in Schwierigkeiten brachte. Der Untergrund der Salinen war moorig. Die geplanten Fundamente mussten erheblich verstärkt werden und das Bauwerk wurde dadurch stark verteuert. Auch mussten zu dieser Zeit im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Stahlträger eingebaut werden, die statisch gar nicht nötig waren. Ein paar Jahre später wäre das, durch die Aufrüstung der Wehrmacht, undenkbar gewesen! Schon 1937 konnten durch einen Erweiterungsbau eine beachtliche Anzahl Garagen erstellt werden. Auf Grund der guten Leistungen im Automobilverkauf bot die Adam Opel A.G. dem Bad Oeynhausener Autohaus im Jahre 1938 die Übernahme der Opel - Generalvertretung in Minden an.

 

Grotefeld & Co.

 

Zu diesem Zweck ging Wilhelm Grotefeld nach Minden und gründete dort schon im Dezember desselben Jahres das Autohaus W. Grotefeld & Co. Gesellschafter in dem Unternehmen waren Wilhelm Grotefeld, Walter Jäcker und Karl Kuloge, der spätere VW Großhändler in Minden. Der Händlervertrag des Volkswagenwerkes, den Karl Kuloge nach seinem Ausscheiden nach dem 2. Weltkrieg übernahm, war übrigens dem Unternehmen Grotefeld & Co angeboten worden.

 

Der 2. Weltkrieg. Wilhelm Grotefeld wird Soldat

 

Bei Ausbruch des Krieges wurde Wilhelm Grotefeld Soldat. Er führte die Firma Grotefeld & Co, was heute noch in Feldpostbriefen von damals zu lesen ist und unglaublich erscheint, von der Front aus. Am 26. Mai 1941 wurde der Mindener Betrieb jedoch trotzdem geschlossen.

Handwerkskarte für Minden und Bad Oeynhausen

Jäcker & Grotefeld wird Rüstungsbetrieb

 

Walter Jäcker und sein treuer Mitarbeiter Karl Kütemeier wurden nicht zum Militär eingezogen, weil Jäcker & Grotefeld inzwischen Rüstungsbetrieb geworden war.Es wurden dort "Trippel - Schwimmwagen" gewartet und repariert. Diese Fahrzeuge waren mit Opel -Motoren bestückt.

Trippel - Schwimmwagen bei einer Probefahrt

auf der Weser an der Vössener Fähre, am Steuer Walter Jäcker

Weiter lag ein großer Teil der Arbeit, zu dieser Zeit, in der Umrüstung von Fahrzeugen von Benzin und Holzgas. Wie in den Unterlagen unten zu erkennen ist, besuchte man dazu Lehrgänge und man brauchte Genehmigungen von Behörden zum Betreiben der Fahrzeuge mit Holzgas und zum Bezug der Brennstoffe dafür. Sehr beliebt zum Heizen des Generators waren Abfälle aus der Holzverarbeitung, so zum Beispiel aus der Holzschuhfabrik Schröder in Löhne. Die schweren Jahre des Krieges und die Nachkriegszeit setzten der Weiterentwicklung der Unternehmen starke Grenzen.

Lehrgang für Holzgas bei Opel in Rüsselsheim

4. von links Walter Jäcker

Feststoffkarte für Generatoren an Automobilen zum Bezug von Holz, Torf und Braunkohle

aus dem Jahre 1944

Militärführerschein für Gasgenerator - Fahrzeuge

Bad Oeynhausen wurde Hauptquartier der Rheinarmee

 

Die Stadt Bad Oeynhausen war vergleichsweise glimpflich durch den Krieg gekommen. Die Einwohner hatten nach Abschluß der Kampfhandlungen geglaubt, das Schlimmste überstanden zu haben. Sie waren sicher, dass ihre Stadt, eine international bekannte Heilstätte, nun bald wieder ihrer Bestimmung werde dienen können. Das kam aber ganz anders, denn Bad Oeynhausen wurde Hauptquartier der Rheinarmee. Das hatten die Briten bereits 1943 beschlossen und durch Abwurf von Flugblättern der Bevölkerung angekündigt, auf denen folgendes zu lesen war:

 

Bielefeld und Minden

werden wir schon finden.

Bad Oeynhausen werden wir schonen,

da wollen wir später wohnen.

Beschlagnahme des Betriebes,

noch für die Amerikaner

Die Räumung der Stadt von der Bevölkerung erfolgte über Nacht. Die gesamte Innenstadt wurde mit Stacheldraht eingezäunt. Da innerhalb dieses Sperrbezirkes aber kein Automobilunternehmen ansässig war, wurde der Betrieb des Autohauses Jäcker durch die Engländer beschlagnahmt. Der obige Bescheid spricht noch von einer Beschlagnahme für die Amerikaner.

Auf dem Schlachthof geht es weiter

 

Am 5. April 1945 beschlagnahmten die britischen Truppen den Betrieb an der Mindener Straße. Schon zwei Tage später nahm Walter Jäcker, unter freiem Himmel und mit geliehenen Werkzeugen, auf dem Gelände des Bad Oeynhausener Schlachthofes, den Reparaturbetrieb wieder auf.

Die Arbeit auf dem Schlachthof.

Diese Zeichnung fertigte Anna Gießelmann, Babbenhausen

anlässlich des 25 jährigen Jubiläums von Jäcker & Grotefeld an

Es kamen auch schnell ein paar treue Mitarbeiter aus dem Kriege zurück, die sich bemühten das Autohaus wieder zum Laufen zu bringen. Dazu gehörte auch Karl Kütemeier aus Veltheim, der seit der Gründung des Autohauses, bis über das Pensionsalter hinaus, im Autohaus Jäcker & Grotefeld tätig war.

Karl Kütemeier und Walter Jäcker

Umzug in die Heinrich Straße

 

Schon nach kurzer Zeit beschaffte die Stadt Bad Oeynhausen dem Autohaus Räume in der Möbelfabrik Böker in der Heinrich Straße. Dort lief einige Jahre lang der Reparaturbetrieb weiter. Der Autohandel war zu dieser Zeit tot. Wilhelm Grotefeld hatte schwere Kriegsjahre miterlebt, wurde als einer der letzten Soldaten aus Stalingrad ausgeflogen und kam bei Kriegsende in amerikanische Gefangenschaft. Direkt nach seiner Entlassung nahm er in Minden, ebenfalls in einer Notunterkunft, die Arbeit wieder auf. Auch bei ihm waren während seiner Abwesenheit Ersatzteilbestände und Werkzeuge geplündert worden.

Die beiden Bilder zeigen die Teilnahme von Walter Jäcker beim Blumenkorso.

Links in den 20 er Jahren vor dem Königshof und rechts mit einem Opel Kapitän.

Mit im Bild ist Hermann Acher, der Besitzer der Marmeladenfabrik "BOA".

Dieser Firmenname heißt: Bad Oeynhausen Acher

Opel Admiral Cabriolet. (1937 - 1940) 6 Zylinder,

75 PS, Höchstgeschwindigkeit 132 km/h

Feldmaschall Erwin Rommel

mit seinem Dienstwagen, einem Opel Admiral.

Freigabe des Betriebes

 

In Bad Oeynhausen gab der Stadtkommandant der britischen Rhein Armee im April 1950 einen Teil des Grundstückes von Jäcker & Grotefeld wieder frei. Dort wurde sofort danach ein Gebäude für die Volksbank errichtet, die aus der Stadt evakuiert und bis dahin in einer Notunterkunft untergebracht war.

Walter Jäcker erhielt für seinen Wagen, ein Opel Kapitän Cabriolet Baujahr 1938,

die erste Fahrerlaubnis in Bad Oeynhausen nach Kriegsende

Im Jahre 1949 wurde in Babbenhausen an der Vlothoer Straße 128, neben dem Wohnhaus der Familie Jäcker, ein neuer Betrieb errichtet. Dieser wurde langsam, durch ständige Bauarbeiten, zu einem recht ordentlichen Automobilbetrieb.

Der Betrieb an der Mindener Straße im Jahre 1954

Zu dieser Zeit, als der Handel mit neuen Fahrzeugen noch keine große Rolle spielte, waren auch die Alliierten Kunden bei Walter Jäcker. Die größten Werkstattaufträge zu dieser Zeit kamen von der AKC. Dies war die Army Cinema Corporation, die das gesamte Kinowesen in der britischen Besatzungszone organisierte. Eine große Anzahl Bullis und PKW's gehörte zu deren Fuhrpark. Scheinbar waren dort besonders waghalsige Kraftfahrer tätig, denn zwei bis drei verunfallte Fahrzeuge standen immer in der Werkstatt an der Vlothoer Straße. Diese Umsätze waren der Grundstock für das Autohaus Jäcker für sehr fortschrittliche Werkzeuge und Schweißgeräte im Karosseriebau. Aber auch die sowjetische Militärmission war von der ersten Stunde im Jahre 1946, zuerst in Bad Salzuflen später in Bünde, bis zur Wiedervereinigung Kunden im Hause Jäcker. Nach der endgültigen Freigabe des Betriebes an der Mindener Straße durch die Briten, waren die Haupttätigkeiten dort die Tankstelle, Garagenvermietung und der Automobilverkauf. Die Werkstatt und der Ersatzteilverkauf blieben in Babbenhausen.

Neubau bei Grotefeld & Co

an der Porta Straße in Minden

Opel Grotefeld & Co mit Aral - Tankstelle

Auch bei Grotefeld & Co in Minden ging es aufwärts. Im Juni 1954 wurde der Grundstein für einen Betrieb gelegt, der für diese Zeit vorbildlich und einmalig in der Kreisstadt war.

60. Geburtstag von Wilhelm Grotefeld

mit Innungsvorstand

Vorn Irmgard Jäcker und Wilhelm Grotefeld. Hinten Horst Jäcker

Aral - Tankstelle Weserstraße

 

Um neben den Betrieben in Babbenhausen und an der Mindener Straße auch in Bad Oeynhausens Südstadt präsent zu sein, baute das Autohaus Jäcker an der Ecke Weser - Rolandstraße eine Aral - Tankstelle, in der auch ein kleiner Servicestützpunkt für die Marke Opel einrichtet wurde. Mehrere Gründe waren Anlaß, sich davon recht bald wieder zu trennen. Diese waren: Die Erkenntnis, dass ein gut ausgebauter Betrieb an einem Platz leichter zu führen ist. Dann mehrte sich die Zahl der nächtlichen Einbrüche. Hinzu kamen ständige Personalprobleme und, dadurch, daß die Tankstelle auf einem Erbbaugrundstück stand, stiegen die Kosten langfritig ständig. Da kam das Angebot der Aral zum richtigen Zeitpunkt, die Anlage zu einem recht guten Preis zu erwerben.

Aral - Tankstelle an der Weserstraße im Bau

Luftaufnahme der Aral Tankstelle Weserstraße Ecke Rolandstraße. Hier ist das damals völlig unbebaute Umfeld zu sehen

25 Jahre Jäcker & Grotefeld

 

Es heißt wörtlich in einem Brief der Mitarbeiter anlässlich des 25 jährigen Jubiläums im Autohaus Jäcker & Grotefeld: "Durch viel harte Arbeit und großes unternehmerisches Können war es Walter Jäcker und Wilhelm Grotefeld gelungen, trotz harter Rückschläge der Kriegsjahre, nicht nur den Anschluß an die Zeit zu finden, sondern ihr vielleicht sogar um einiges voraus zu eilen, so wie sie es ihr Leben lang getan haben. Heute nach 25 Jahren, wo ihre Unternehmen in Bad Oeynhausen und Minden insgesamt 125 Menschen Arbeit und Brot geben, ist ihnen derer und der Dank ihrer Angehörigen gewiß. Gerne wollen wir hoffen, dass beide bei bester Gesundheit noch lange ihren Firmen mit ihrer ganzen Kraft und ihrem guten Rat vorstehen! Ihr Tun möge auch in Zukunft unter folgendem Leitwort stehen:

 

Leben ist ein stetig schreiten,

ist ein ewiges Gescheh'n,

Stille stehn' heißt: "Rückwärts schreiten,

rückwärts schreiten untergehn!"

 

Unterschrift: Die Mitarbeiter des Autohauses Jäcker & Grotefeld.

Das waren noch angenehme Preise für neue Autos im Jahre 1962

Neubau an der Adam - Opel - Straße

 

Im Jahre 1960 bezog das Autohaus Jäcker & Grotefeld einen neuen Betrieb in Rehme an der Adam - Opel - Straße, der später immer weiter ausgebaut wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte Walter Jäcker die Geschäftsführung schon an seine Söhne Walter und Horst übertragen. Die Hauptgründe der Umsiedlung des Betriebes von Babbenhausen nach Rehme waren die geringen Expansionsmöglichkeiten und die ständigen Querelen mit den Behörden wegen der Zufahrten zum Betrieb. Die Nähe der Autobahn gab den Behörden immer wieder Anlässe dem Autohaus Schwierigkeiten wegen der Zufahrten zu bereiten.

Betrieb Rehme

Betrieb Bad Oeynhausen

An der Adam - Opel - Straße wurden Ausstellungsräume, eine Autolackiererei, eine hochmoderne Direktannahme, eine Prüfstation des Vereins zur Überwachung von Kraftfahrzeugen und ein großes Ersatzteillager gebaut.

Walter Jäcker jr. , Walter Jäcker sen. und Horst Jäcker

Horst Jäcker mit seinem Opel 1, 2 l Cabriolet Baujahr 1932

Der Wagen ist nach wie vor fahrbereit und im Familienbesitz

Grotefeld & Co und Jäcker & Grotefeld trennen sich

 

Dem Wunsche Wilhelm Grotefelds zu folgen und die Betriebe Bad Oeynhausen und Minden zu trennen, war wenig weitsichtig. Schon zu dieser Zeit war zu erkennen und es gab auch Vertragshändler, die das schon erfolgreich praktizierten, dass die sichere Zukunft von Autohäusern nur gewährleistet war, wenn man sich großflächig zusammen schloß, um so größere Stückzahlen an Neuwagen zu vermarkten. Nach der Trennung hieß der Bad Oeynhausener Betrieb dann Autohaus Jäcker.

Wilhelm Grotefeld, Herr Mengel von der Adam Opel A.G.

und Walter Jäcker

Neubau an der Mindener Straße

 

Zu dieser Zeit wurde durch den Ausbau der Mindener Straße der Betrieb dort abgerissen und auf den dahinter liegenden Grundstücken neu erbaut. Die Abbrucharbeiten begannen im Jahre 1968. Am 12. Juli 1969 wurde der dreigeschossige Neubau fertig gestellt. Wenn die gesamte Abwicklung auch sehr viel Zeit und Mühe kostete, so waren alle Beteiligten bei der Einweihung sehr zufrieden, denn nun standen dort Verkaufsräume und eine Tankstelle nach neusten Erkenntnissen für das Opel - Haus zur Verfügung. Die immer schon beengten Einfahrten zur Mindener Straße 2a konnten ein paar Jahre später, durch den Kauf des Bad Oeynhausener Schlachthofes, verbessert werden. Zu diesem Zweck wurde das Gebäude dieser städtischen Einrichtung, in dem die Aufenthaltsräume und die Freibank waren, abgerissen.

Dieses Gebäude des ehemaligen Schlachthofes wurde abgerissen.

Dadurch wurden die Parkmöglichkeiten verbessert

Die restlichen Gebäude wurden saniert und gewerblich vermietet. Vorteilhaft war es ab jetzt auch, dass man den Betrieb von der Eidinghausener Straße, über die Straße Zum Gradierwerk, anfahren konnte.

Aus dem ehemaligen Schlachthof ist inzwischen ein kleiner Industriepark geworden. Auf dem gesamten Jäckerschen Gelände gibt es jetzt ein Autohaus, eine Tankstelle, einen Autovermieter, ein Fachgeschäft für Berufskleidung, einen Hersteller von Werbeanlagen und einen Baumaschinenverleiher.

Im Jahre 1985 besuchte der Generaldirektor der Adam Opel A.G. Ferdinamd Beickler

das Bad Oeynhausener Opelhaus, um sich für eine angenehme Zusammenarbeit zu bedanken.

Kundendienstberater Ewald Junk, Automobilverkäufer Karl Gießelmann, Bauunternehmer Otto Beelmann, Heizungsbaumeister Werner Vogt und Werkstattmeister Karl Kütemeier

Nach dem Tode von Walter Jäcker jr. im Jahre 1994 wurde sein Sohn, der Rechtsanwalt Dr. Walter - Hubertus Jäcker, zusammen Horst Jäcker Gesellschafter in dem Bad Oeynhausener Unternehmen. In den letzten Jahren verkaufte das Autohaus Jäcker ca. 1000 neue Opel Automobile und hatte ca. 100 Mitarbeiter.

Erweiterung der Marktverantwortung durch Adam Opel A.G.

 

Inzwischen hatte man von Minden aus einen Betrieb in Bückeburg gebaut, von Bad Oeynhausen aus eine Filiale in Hessisch Oldendorf eröffnet und dazu hatte Jäcker & Grotefeld die Opel - Marktverantwortung für Rinteln und Lübbecke übernommen. Das Mindener Autohaus wurde inzwischen von Wilhelm Grotefelds Tochter Elke, zusammen mit ihrem Ehemann Peter Knoll und Jochen Koch, einem verdienten, langjährigen Mitarbeiter, weiter geführt. Im Gewerbegebiet in Porta Westfalica wurde ein äußerst moderner Automobilbetrieb erbaut, der neben den Fahrzeugen mit dem Blitz auch Saab - Automobile vertreibt.

Nach 1945 wurden sehr oft spezielle Aufbauten nach Kundenwünschen hergestellt, weil das Angebot an Lastwagen nur sehr klein war. Dazu lieferten die Hersteller das Chassis mit oder ohne Haus. Dieses Bild zeigt Horst Eikmeier aus Oberbecksen bei der Überführung eines Opel Blitz 1 3/4 to.

Corsmann übernimmt das Autohaus Jäcker

 

In einer Zeit der Konzentration der Automobilhandelsunternehmen beschlossen Horst und Dr. Walter - Hubertus Jäcker, das Bad Oeynhausener Unternehmen an die Corsmann Gruppe in Herford zu übergeben. Der Name Jäcker verschwand, seitdem ist dies, neben vielen anderen Autohäusern des Unternehmers Reiner Metz, Opel Corsmann ( www.corsmann.de ) Die Immobilien blieben dabei im Jäckerschen Familienbesitz. Den Betrieb in Hessisch - Oldendorf übernahm Opel Taubert in Hameln.

Der Jäcker - Betrieb in Hessisch - Oldendorf / Niedersachsen

Wenig später kam auch Grotefeld & Co zur Corsmann - Gruppe. Dort blieb aber der traditionsreiche Name Grotefeld & Co erhalten. Heute sind diese Betriebe zusammen ein wichtiger Stützpunkt der Adam Opel A.G. Wenn auch in fast allen Häusern jetzt auch andere Fabrikate angeboten werden, so ist die Marke mit dem Blitz aus Rüsselsheim, Bochum, Eisenach, Polen und Spanien, auch nach über 70 Jahren, der wichtigste Umsatzträger der gesamten Corsmann - Gruppe.

 

„Nach der Insolvenz der Firma Corsmann und der gesamten Metz – Gruppe endete auch der Mietvertrag, den Jäckers mit Herrn Metz geschlossen hatten. Danach musste  dafür gesorgt werden, daß alle  Gebäude vernünftigen Nutzungen zugeführt wurden. Das ist inzwischen, mit großem finanziellem Einsatz, passiert. In den Jäcker – Immobilien haben viele Mieter aus allen möglichen Branchen ordentliche Betriebsräume gefunden.“

Das Bild zeigt Reinhold Meßner, zusammen mit Walter und

Horst Jäcker bei einem Besuch in Bad Oeynhausen.

Der Betrieb Adam - Opel - Straße liegt direkt an der Weser,

kurz vor dem "Weser - Werrekuß

"Am 6. Januar 2007 feierten bei bester Gesundheit zwei sehr verdiente Mitarbeiter des ehemliagen Autohauses Jäcker ihren 80. Geburtstag. Das waren Ewald Junk (rechts) aus Vlotho und Fritz Pönnighaus (links) aus Bad Oeynhausen - Lohe. Beide haben an entscheidenden Stellen an der guten Entwicklung von Opel Jäcker mitgewirkt. Ewald Junk als Meiter im Kundendienst und Fritz Pönninghaus als Leiter des Teilelagers. Wenn heute das Ersatzteillager von Opel Corsmann zu den größten und leistungsfähigsten Centren dieser Art in Deutschland zählt, so hat Fritz Pönnighaus den Grundstein dazu gelegt."

Horst und Walter Jäcker wünschen Ewald und Fritz noch viele schöne Jahre und freuen sich immer wieder über Treffen und Gespräche mit solchen Ehemaligen.

50 Jahre Kfz – Innung Minden 1935 - 1985

Das Photo zeigt die Mitglieder des Vorstandes im Jubiläumsjahr 1985.

Hans Meyer, Horst Jäcker,

Albert Kruse, Manfred Willer, Gerhard Halstenberg, Walter Böhne,

Thomas Gößling, Harald Sieg,

Adolf Böger, Obermeister Wilhelm Thielker, Wilhelm Blöbaum

Laden und Büro Acher

Jungfernfahrt mit dem neuen Auto nach Besigheim

Hermann Acher mit damaliger Freundin in Cochem

Pferdewagen Acher

Beerdigung von K. Herbert

Erna Garbe und Hermann Acher an der Ostsee

Hochzeit: Erna Garbe und Hermann Acher

„Von Hamburg bis Samoa,

alle essen BOA!“

Aus dem Westfalenblatt vom 27. Februar 2001