Das Forsthaus „Triebscheid“

Eichenschild am Alten ForsthausDas Bischofshaus, für die Viehhirten, ist das älteste Haus auf dem „Triebscheiderhof“. Aber auch das Forsthaus, für den Förster, hat eine bewegte Geschichte auf dem Gut, zwischen Hassel und Niederwürzbach.

 

Zu Zeiten, als der „Rittershof“, der heute der Familie Schwamm gehört, der „Geiskircherhof“ der Familie Beck, der „Glashütterhof“ und der „Triebscheiderhof“ noch zusammen gehörten, gab es auf dem „Triebscheiderhof“ nur einen Brunnen und einen Waschplatz für die Menschen in der Umgebung. Der frühere Besitzer Villeroy trennte sich 1825 von seinen Besitzungen um Hassel. Das Haupthaus auf dem Hof, das so genannte Herrenhaus, wurde um 1830 von dem Advokaten Schüler aus Zweibrücken als „Villa“ gebaut.

 

Gustav Walter, der 1881 verstorben ist, ist ein Vorfahre der jetzigen Besitzerfamilie Wolf. Er war der Letzte, der den „Geiskircherhof“ , den „Triebscheiderhof“ und seine Brauerei in St. Ingbert zusammen bewirtschaftete. Das Forsthaus auf dem Hof wurde 1887 erbaut. Zu dieser Zeit war der Chemiker Sebastian Wolf Herr auf dem „Triebscheiderhof“. Im Rahmen einer Erbteilung fiel das Forsthaus, zusammen mit dem Waldgut „Höllscheid“, dem „Kahlenberg“, dem „Tiergarten“ und anderen Flächen an den Bruder meines Schwiegervaters Walter Wolf, den Arzt Dr. Alex Wolf. Ihm wurde dieses Anwesen zugesprochen, weil es auf seinen Flächen kein Haus für einen Förster gab. Zu dieser Zeit wohnte in dem Häuschen die Familie Aloys Meinhard, die in Hassel, nach der Flucht aus Schlesien, ein neues Zuhause gefunden hatte.

Förster Aloys Meinhard

mit Tochter Margret

und Ehefrau Otilia

Förster Aloys Meinhard

vor dem

Forsthaus Triebscheid

Der Förster Meinhard hat sich in großem Maße um den Wald auf den Wolfschen Besitzungen verdient gemacht. Seine positiven Spuren werden auch in den nächsten Generationen noch in den Anpflanzungen rund um den „Triebscheiderhof“ zu finden sein.

 

Nachdem sich die Familie des Försters in Hassel ein neues Haus gebaut hatte, schenkte Dr. Alex Wolf das Forsthaus der katholischen Kirche.

Die Familie Meinhard

bei der Kommunion von Sohn Michael

An sich sollte Michael auch mal Förster werden. Aber daraus ist nichts geworden.

Er wurde ein begeisterter Ballsportler.

Es wurde nun zeitweise zur Unterbringung von Jugendgruppen genutzt. Nachdem das Häuschen ein paar Jahre leer gestanden hatte, habe ich es von der Kirche gekauft und renoviert.

Andreas Best, Michael Meinhard

und der treue Hofhund Tessy

Hinzufügen muß ich noch, daß es wieder Aloys Meinhard war, der meine Bemühungen um die Restaurierung dieses schönen Hauses mit vollster Kraft unterstützt hat. Sein Sohn Michael aus Hassel, der in dem Forsthaus, zusammen mit seinen beiden Schwestern, eine glückliche verbracht hat, ist, zu unserer Freude, regelmäßiger Besucher des „Triebscheiderhofes“.

 

„Die heutigen Besitzer des Triebscheiderhofes sind Heidi, Horst und Lutz Jäcker.“

 

Die Photos zeigen:

Walter Wolf mit seinem Jagdfreund, dem Weinhändler Graffion aus St. Ingbert, nach Erlegung eines Rehbockes.

Und das frühere Schwimmbad am Sägerweiher im Geißbachtal, das zum Hof gehört. Auf dem historischen Bild sind von links nach rechts zu sehen: Carola Wolf, eine Schwester von Walter Wolf, die zu dieser Zeit das früher zum „Triebscheiderhof“ gehörige Weingut in der Pfalz bewirtschaftete, ein Ferienkind, Maria, ihre Tochter, die später mit Erich Schöpsdau aus Niederwürzbach verheiratet war, ein weiteres Ferienkind und das Hausmädchen Adele.

Das Rehkitz "Hansi" wurde von der Försterfamilie Meinhard liebevoll auf dem Triebscheiderhof großgezogen. Der Dank des ausgewachsenen Rehbockes war nicht so erfreulich für den Förster Aloys Meinhard. Das Tier versetzte ihm eine ziemlich schwere Verletzung an der Hand. Das Bild zeigt von links: Sohn Michael, Rehbock Hansi, Tochter Margret und die Försterfrau Otilia Meinhard.

Alte Bilder vom Sägeweiher

Walter Wolf beim Angeln am Sägeweiher